Der Bericht umfasst die Arbeit des Nahost-Forums seit der letzten Berichtswahlversammlung am 28.11.2012 bis Ende 2014. In diesen Zeitraum fielen erneut dramatische Ereignisse in der Region. Genannt seien nur die widersprüchlichen Entwicklungen nach dem "Arabischen Frühling", ein weiterer Gaza-Krieg Israels, der andauernde Krieg in Syrien, die Expansion des "Islamischen Staates", der drohende Staatszerfall in Ländern wie Syrien, Irak, Libyen und Jemen.
Unser Verein als unabhängiger, nicht parteigebundener Teil der Zivilgesellschaft, der sich für Frieden, Dialog und gegen militärische Lösungen engagiert, will den damit verbundenen Herausforderungen mit seinen öffentlichen Aktivitäten gerecht werden.


Der Vorstand war bemüht, die Kontinuität der Arbeit zu wahren und bei der Konzipierung der Veranstaltungen, dem Herzstück der Vereinsarbeit, die Anregungen der Mitglieder und Interessenten zu berücksichtigen. Es wurden insgesamt 18 thematische Veranstaltungen durchgeführt (siehe Anlage). Vertreter ausländischer Botschaften und Organisationen kamen ebenso zu Wort wie prominente Wissenschaftler und Völkerrechtler sowie Politiker und Initiativen unterschiedlicher politischer Richtungen.


Parallel dazu nahm unser Verein offiziell Stellung  zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Region mit Erklärungen des Vorsitzenden bzw. des Vorstandes zum Krieg in Syrien und zum jüngsten Gaza-Krieg Israels. Vertreter unseres Vereins unterzeichneten einen Offenen Brief deutscher Nahost-Experten zur Gaza-Krise an die Bundeskanzlerin, die Regierung und den Bundestag "Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden - Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen" und zeichneten die kürzliche Petition an den Bundestag für die Anerkennung des Staates Palästina nach dem Beispiel anderer EU-Staaten mit. Dabei bewährte sich die enge Zusammenarbeit des Vereins mit der ins Nahost-Forum integrierten Initiative "Diplomaten für Frieden mit der islamischen Welt". Die Stellungnahmen sind auf der neuen Website www.nahost-forum.info, die auch für Meinungsäußerungen unserer Mitglieder und Freunde jederzeit zur Verfügung steht, dokumentiert. Darüber hinaus haben Mitglieder unseres Vereins mit ihrer Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen und Meetings, mit Zuschriften und Leserbriefen ihre Meinung kundgetan.
Der Vorstand war bemüht, den Kontakt zu anderen Vereinen und Initiativen zu vertiefen und damit auch die Außenwirkung des Vereins zu stärken. Dazu zählen der Verein für Internationale Politik und Völkerrecht (im Berichtszeitraum zwei gemeinsame Veranstaltungen), die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft (Einladungen zu Veranstaltungen), die politischen Stiftungen (u.a. Beratung mit dem Leiter des Nahost-Referats der Rosa-Luxemburg-Stiftung), der Kontakt zur "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden" (auf Initiative unseres Mitglieds Karin Kulow) und die Zusammenarbeit mit dem Arabischen Publizisten-Verein in Deutschland (gemeinsame Veranstaltung zum 50. Jahrestag der PLO).


Die Mitgliederzahl blieb im Berichtszeitraum stabil; die Teilnahme an unseren Veranstaltungen wies eine  steigende Tendenz auf. Das zeigte nach Auffassung des Vorstandes, dass die meisten Themen und der Inhalt den Erwartungen entsprachen. Es ist eine wachsende Zahl von Nicht-Mitgliedern zu verzeichnen, die zu den Veranstaltungen kommen und zum Teil auch bereit sind, für die Haushaltskasse des Vereins zu spenden. Es besteht aber weiter die Aufgabe, neue Interessenten und Mitglieder zu gewinnen, auch und besonders jüngere Menschen und solche mit nahöstlichen Wurzeln.
Die Referenten der bisherigen Veranstaltungen haben, bis auf wenige Ausnahmen, auf Honorare verzichtet. Es wird aber zunehmend schwieriger, kompetente Referenten zu finden, die den Erwartungen unserer Mitglieder entsprechen, zumal bestimmte Honorarforderungen die knappe Haushaltslage unseres Vereins übersteigen würden. Wie schon im letzten Bericht festgestellt, hat auch die Bereitschaft nahöstlicher Botschaften auf Grund der Differenzierungen in der arabischen Welt abgenommen, sich im Nahost-Forum zu präsentieren.


Leider wurde unser bisheriger beliebter Veranstaltungsort, der Club Spittelkolonnaden, Ende 2014 geschlossen. Dem Team des Clubs hat der Vorstand den herzlichen Dank für die gute Betreuung und die bereitgestellten technischen Möglichkeiten ausgesprochen. Nach intensiver Suche ist es gelungen, eine - wie wir glauben - gute neue Bleibe in Mitte in der Begegnungsstätte Torstraße 203 der Berliner Volkssolidarität zu finden, die auch unseren finanziellen Möglichkeiten entspricht. Wir  hoffen auf gute und langfristige Zusammenarbeit mit unseren neuen Hausherren.
Wenn unser Verein langfristig lebensfähig sein will - und das ist der feste Vorsatz des Vorstandes -, brauchen wir Ihre Ideen zur thematischen und inhaltlichen Ausrichtungen unserer Veranstaltungen, aber auch zur Gewinnung von Referenten.  Anregungen, wie wir unsere Veranstaltungen noch interessanter und bunter gestalten können, sind stets willkommen. Und nicht zuletzt sind wir interessiert an Mitgliedern, die bereit sind, aktiv im Vorstand mitzuarbeiten ihre Ideen einzubringen.


Veranstaltungen Nahost-Forum 2013 - 2014        
        
                        Thema                                                                                    Referent
23.01.2013    Ägypten und der arabische Frühling                                Nabil Yacoub
13.02.2013    Arabischer Aufbruch und deutsche Politik (mit VIP)      Dr.Kraft, AA
20.03.2013    Nahost-Politik der USA                                                        Baron, US-Botschaft
14.04.2013    Podiumsdiskussion Nahost (mit VIP)                                H. Grünberg, K. Kulow, D. Winter
15.05.2013    Konfliktherd Syrien                                                              K. Leukefeld
12.06.2013    Iran und sein regionales Umfeld                                       Dr. B. Nirumand
25.09.2013    Besuch der Khadija-Moschee, Heinersdorf    
23.10.2013    Kurdistan                                                                                D. Cimen
20.11.2013    Syrien-Konflikt                                                                        I. Haddad
11.12.2013    Jahresabschluss-Essen    
15.01.2014    Palästina                                                                                 Dr. Daibes, Botschafterin
19.02.2014    Gefährdung archäologischer Stätten in Syrien                C.-P.Haase, HUB
12.03.2014    Ökonomische Entwicklung der Arabischen Halbinsel     J. Holz
16.04.2014    Aktuelle Politik Sudans                                                         K. Dafallah,Gesandter
21.05.2014    Israel, Jüdische Stimme für gerechten Frieden                Dr. Iris Hefets
02.07.2014    Umbrüche in arabischer Welt und deutsche Politik        G. Gloser, MdB
25.09.2014    50. Jahrestag der PLO (mit APVD)                                       Dr. M. Sherif
22.10.2014    Nahost und Politik der BRD                                                 H. Grünberg
19.11.2014    Quo vadis Jemen?                                                                  Dr.Renate Schmidt
10.12.2014    Jahresabschluss-Essen  

Wir im Nahost-Forum verurteilen aufs Schärfste die niederträchtigen Attentate in Paris. Morde verabscheuen wir, wo immer sie stattfinden, von wem und in wessen Namen sie auch verübt werden.
Zugleich kommen wir nicht umhin die Gesellschaft aufzurufen, alle Handlungen zu unterlassen,die geeignet sind, religiöse Gefühle und kulturelles Selbstverständnis von Mitmenschen herauszufordern und damit das friedliche Miteinander der Bürger in Frage zu stellen.
Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für unterschiedliche Kulturen sind gerade in unserer multikulturellen und -weltanschaulichen Welt das Gebot der Stunde.

Günter Mauersberger
Vorstandsvorsitzender des Nahost-Forum e. V.

Heute will das Nahostforum gemeinsam mit dem Arabischen Publizistenverein in Deutschland ausgehend von dem entsprechenden Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 2013 den Jahrestag der Gründung der PLO würdigen. Wir begrüßen dazu ganz herzlich Dr. Maher Sherif vom Institut für palästinensische Studien in Beirut Mitglied des Palästinensischen Nationalrats.

Den Vereinten Nationen kommt nach wie vor die entscheidende Rolle bei der Gewährleistung von Frieden und Sicherheit in der Welt zu. Ich erinnere mich an die Anerkennung der PLO als legitimen Vertreter des pal. Volkes durch die Generalversammlung der VN 1974.Ich bereitete damals mit dem palästinensischen Diplomaten Terzi (Tarazi) den Auftritt Arafats vor den VN vor.

Als Vertreter der DDR im Palästina-Ausschuß der VN setzten wir uns ein für eine politische Lösung des Nahost-Konflikts nach dem SR - Beschluß 181, die die Implementierung der Sicherheitsrats- Resolutionen 242 und 338 einschloss und voraussetzte. Bis heute sind diese Resolutionen  nicht erfüllt, im Gegenteil – die Politik der herrschenden Kreise Israels ist gekennzeichnet durch Verweigerung der Rechte der Palästinenser auf ein gleichberechtigtes Leben, auf Achtung der  Menschenrechte. Bis heute ist die Politik Israels gekennzeichnet durch Fortsetzung der Siedlungspolitik, durch brutalste Kriegführung- ich erinnere an den 50 Tage-Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung von Gaza - die Opferzahl auf beiden Seiten sprechen ein beredtes Bild über das Vorgehen von Zahal.
All dies erinnert mich an die Zeit, als ich als Mitglied des Antiapartheidausschusses der VN die Bantustanisierung im Süden Afrikas zu bewerten hatte.

Bis heute ist der Konflikt ungelöst – auch oder vor allem, weil die US unter Barack Obama, trotz ursprünglich verkündeter  guter Vorsätze, die Regierung Israels politisch, ökonomisch und mit Waffenlieferungen so stärkten, dass diese sich nicht veranlasst sah, ernsthafte Verhandlungen zugunsten einer 2-Staaten-Lösung mit den Vertretern des palästinensischen Volkes zu führen. Offenbar passt die Rückendeckung für Israel in die geopolitischen Ambitionen der US-Administration, wie sie gerade in dieser Zeit offen zutage treten.

Auch von Seiten der deutschen Bundesregierung sind mir keine Verurteilungen der abenteuerlichen, menschenverachtenden Politik Israels bekannt. Man schweigt sogar, wenn mit deutscher Hilfe errichtete humanitäre Projekte – wie zur Wasserversorgung – von israelischen Armeeeinheiten zerstört werden und liefert ihnen darüber hinaus hierfür noch Waffen. Es gibt leider in der deutschen Öffentlichkeit einschließlich der im Bundestag vertretenen Parteien nur wenige Stimmen, die diese  Haltung der Bundesregierung entgegentreten.

Man versucht, diese Haltung mit einer angesichts der vom deutschen Faschismus begangenen Verbrechen an Juden nunmehr auferlegten sogenannten Staatsräson der uneingeschränkten Unterstützung Israels zu begründen. Der des Antisemitismus wohl nicht verdächtige jüdische deutsche Arzt Dr. Verleger – langjährig Delegierter im Zentralrat der Juden - sagte dazu: „Solange wir Augen und Ohren verschließen und herzlos zulassen, dass dem palästinensischen Volk Recht und Freiheit vorenthalten werden, werden Israelis und Palästinenser, Juden und Araber keinen Frieden finden. Dr. Verleger stellt die Frage: „Soll es antisemitisch sein zu verlangen, dass sich Israel an Resolutionen und Völkerrechtsnormen halten soll und die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofes akzeptiert? Die Zurückhaltung deutscher Offizieller, Israels heutiges Unrecht anzusprechen und zu sanktionieren ist falsch, sie ist schlicht Beihilfe zu neuem Unrecht..“

Wir im Nahost-Forum haben auch jetzt klar unsere Stimme an der Seite der notleidenden Palästinenser erhoben. In einer Erklärung vom 9.7.14 und in einem offenen Brief haben wir die deutsche Politik aufgefordert,endlich effiziente Maßnahmen zu ergreifen, die die Bereitschaft zu einer friedlichen Konfliktlösung seitens Israels erhöhen.
Dabei unterscheiden wir klar zwischen dem jüdischen Volk und der Regierung des Staates Israel.
Wir stehen fest in unserer schon traditionellen Solidarität mit der PLO.

Günter Mauersberger
Botschafter a. D.
Vorstandsvorsitzender des Nahostforum e.V.

( Zu den Erstunterzeichnern gehörten Dr. Fritz Balke namens des NOF-Vorstandes sowie unser Mitglied Prof. Dr. Karin Kulow )

An:
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank-­‐Walter Steinmeier
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller
Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen
Die außenpolitischen Sprecher der Fraktionen und Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten
Die verteidigungspolitischen Sprecher der Fraktionen und verteidigungspolitischer Ausschuss
Die entwicklungspolitischen Sprecher/innen der Fraktionen und Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die wirtschaftspolitischen Sprecher/innen der Fraktionen und Ausschuss für Wirtschaft und Energie


Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden – Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen

Wir, deutsche Nahostexpertinnen und –experten, beschäftigen uns professionell mit der Entwicklung in den besetzten palästinensischen Gebieten. Wir setzen uns im Bereich der Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Demokratie‐, Friedens‐ und Menschenrechtsarbeit vor Ort in den besetzten palästinensischen Gebieten und in Deutschland für die Schaffung eines unabhängigen, demokratischen   Staates Palästina, der in Frieden mit Israel und seinen Nachbarn leben kann, ein.

Über einem Monat haben wir einem zerstörerischen Krieg zusehen müssen, der alle diese Anstrengungen zunichte macht und auf Monate, möglicherweise auf Jahre hinaus die Entwicklungsperspektive des Gazastreifens beeinträchtigt und Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden in Nahost schmälert. Wir verurteilen die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele. Gewalt, die sich gegen Zivilisten richtet, ist weder von militanten palästinensischen Gruppen noch von Seiten Israels zulässig.

In diesem Konflikt sind wir vor allem besorgt um Zivilisten in Palästina wie in Israel und in großer Sorge um unsere Partner/innen, Kollegen/innen und Freund/innen im Gazastreifen. Sie erleben wie alle Zivilisten mit ihren Familien einen Albtraum in dem schmalen Küstenstreifen, dem sie nicht entfliehen können. Die militärischen Angriffe, denen 1,8 Millionen Menschen schutzlos ausgesetzt waren, hinterlassen tiefe Wunden und schwere Traumata mit unvorhersehbaren Langzeitfolgen. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurde eine halbe Million Menschen während des Krieges intern vertrieben; fast 2.000 Menschen wurden getötet, mehr als 10.000 verletzt, über 15% der Wohnhäuser und 230 Schulen beschädigt, davon 25 vollständig zerstört; die bereits unzureichende Infrastruktur, Wasserversorgung, Kläranlagen, das einzige Elektrizitätswerk bei Luftangriffen teilweise zerstört. Die Kapazitäten für die medizinische und humanitäre Versorgung sind erschöpft, unter anderem weil auch mehrere Krankenhäuser und UN‐Einrichtungen bei Angriffen stark beschädigt wurden.

Wir arbeiten und forschen zur Entwicklung in den besetzten palästinensischen Gebieten, die gemäß internationalem Recht die Gebiete Westjordanland, Ostjerusalem und Gaza umfassen. In den letzten Jahren ist der Austausch zwischen diesen Gebieten immer schwieriger geworden, die Reisefreiheit von Palästinenserinnen und Palästinensern wird massiv eingeschränkt bzw. fast völlig verhindert. Das betrifft auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die palästinensischen Partnerorganisationen der vor Ort tätigen deutschen und internationalen Organisationen, deren Entwicklungsziele so kaum umgesetzt werden können.

Insbesondere der Gazastreifen steht seit 2007 unter einer völlig kontraproduktiven Blockade, welche die Menschen in eine fatale Hilfsökonomie ohne Entwicklungsperspektiven gedrängt hat. Im Jahr 2012 veröffentlichten die Vereinten Nationen einen Bericht mit dem Titel „Gaza in 2020“, der schlussfolgert, dass bei einer Fortsetzung der Blockadepolitik die Lebensgrundlagen für die rasch wachsende Bevölkerung von 1,8 Millionen Menschen bis dahin völlig zerstört sein werden.

Die destruktive Blockade des Gazastreifens zu See, Land und Luft muss aufgehoben werden. Dies kann unter internationaler Kontrolle geschehen, die gewährleistet, dass keine Waffen in den Gazastreifen gelangen, um so den legitimen Sicherheitsinteressen Israels gerecht zu werden. Die israelische Zivilbevölkerung hat ein Recht auf ein Leben ohne Angst. Das gilt ebenso für alle Palästinenserinnen und Palästinenser. Fast 2.000 Opfer, nach UN‐Schätzungen rund 80% Zivilisten, von denen wiederum nach UNICEF‐Angaben bis zu 30% Kinder sind, dürfen nicht mit dem Argument des Anti‐Terrorkampfes oder des Rechts auf Selbstverteidigung hingenommen werden. Die überwiegend jungen Menschen im Gazastreifen (mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt) brauchen dringend Perspektiven für ihre Zukunft. Sie benötigen eine bessere Ausbildung, ein Ende der Isolation und eine Normalisierung und Stabilisierung der Wirtschaft im Gazastreifen. Das würde einen entscheidenden Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung auf beiden Seiten leisten, denn eine rein militärische Bekämpfung von bewaffneten Gruppen, die sich von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nähren, wird aussichtslos bleiben und erreicht erfahrungsgemäß das genaue Gegenteil.

Die Verwirklichung der Zweistaatenlösung als beste Garantie für die Sicherheit Israels sowie Palästinas ist ebenso wie das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser erklärtes Ziel deutscher Außenpolitik. Um diese Perspektive zu erhalten, ist ein Ende der Siedlungspolitik im Westjordanland und in Ostjerusalem, eine Stärkung der palästinensischen Präsenz in Ost-­‐Jerusalem sowie die Aufhebung der Gaza-­‐Blockade notwendig. Die im Juni gebildete parteilose palästinensische Übergangsregierung, die auf einem Versöhnungsabkommen von Fatah und Hamas basiert und die so genannten „Quartettbedingungen“ akzeptiert hat, ist dafür der legitime Ansprechpartner und muss politisch gestärkt werden.

Die Hamas bleibt, ungeachtet der Aktivitäten ihres militärischen Flügels, eine populäre politische Partei. Der Dialog mit den politischen Vertretern der Hamas sollte deshalb nicht länger verweigert werden, die Bilanz der Isolationspolitik seit dem Wahlsieg 2006 ist ernüchternd. Ein solcher Dialog muss eine deutliche, direkte Kritik an der inakzeptablen Haltung der Hamas in Fragen der Menschen-­‐ und Frauenrechte sowie die Forderung nach Anerkennung Israels im Rahmen eines Friedensabkommens, das die Festlegung der Grenzen verbindlich regelt, einschließen. Voraussetzung ist, dass die Hamas wie z.B. nach dem letzten Krieg 2012 einen verhandelten, dauerhaften Waffenstillstand einhält und auf terroristische Mittel verzichtet. Nur durch eine politische Einbindung und eine nachhaltige Konfliktregelung wird sich langfristig auch die Demilitarisierung ihrer Milizen durchsetzen lassen.

Ohne Aufhebung der Blockadepolitik gibt es keinerlei Entwicklungsperspektive für die Menschen in Gaza und keine Chance für die Zweistaatenlösung. Die Arbeit der Entwicklungsorganisationen vor Ort, für die einige von uns tätig sind, kann ohne grundlegende Änderung des Status Quo bestenfalls auf eine kurzfristige Nothilfe beschränkt bleiben. Milliarden von Euro, die in Staatsaufbau oder Entwicklung fließen, sind fehlinvestiert, wenn sie in der aktuellen oder der nächsten dann unweigerlich folgenden Welle der Gewalt zerstört werden. Das schadet in erster Linie den Menschen vor Ort. Es ist aber auch ein fahrlässiger Einsatz von deutschen Steuermitteln und ein verfehlter Ansatz für die Entwicklungs-­‐ und Demokratiearbeit.

Wir bitten Sie

•    sich für die Erreichung eines nachhaltigen Waffenstillstandes einzusetzen, der das weitere Sterben von Zivilisten auf beiden Seiten verhindert und der massiv bedrohten, überwiegend jungen Zivilbevölkerung in Gaza dauerhaften Schutz bietet;

•    gegenüber Ägypten und Israel die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens durchzusetzen, um eine Normalisierung des Güter-­‐ und Personenverkehrs zu ermöglichen und dabei israelische Sicherheitsinteressen durch internationale Beobachter und Unterstützung  zu  gewährleisten;

•    Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen in Gaza bereitzustellen, aber nicht ohne auch Israels völkerrechtliche Verantwortung als Besatzungsmacht für den Wiederaufbau einzufordern;

•    die bereits anerkannte, im Juni eingeschworene palästinensische Einheitsregierung und ihre Regierungsgewalt über den Gazastreifen sowie Handlungsfähigkeit in den gesamten palästinensischen Gebieten inklusive Ostjerusalems mit Nachdruck zu stärken;
 
•    die Tötung von Zivilisten vor und während der Angriffe auf den Gazastreifen zu untersuchen, zu einer internationalen Untersuchung aktiv beizutragen und den Beitritt Palästinas zum Internationalen Strafgerichtshof zu unterstützen. Gleichzeitig die Zerstörung ziviler Infrastruktur (so wie die Bombardierung des einzigen Elektrizitätswerkes von Gaza, Kläranlagen, Krankenhäuser etc.), die seit Jahren mit EU-­‐ und bundesdeutschen Geldern finanziert wird, zu untersuchen und Kompensation von Israel einzufordern;

•    die restriktiven deutschen Rüstungsexportbestimmungen auch im Nahen Osten auf alle Konfliktparteien anzuwenden sowie die militärische Zusammenarbeit mit Israel auf den Prüfstand zu stellen;

•    sich mit Nachdruck für ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete einzusetzen und für beide Seiten verbindliche, völkerrechtskonforme Vorschläge für eine Konfliktregelung zu machen.

19. August 2014


Erstunterzeichner/innen
Persönliche Stellungnahme, die nicht unbedingt die Meinung der jeweiligen Institutionen darstellt

Prof. Dr. Helga Baumgarten, Politikwissenschaftlerin, Birzeit Universität Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin
Prof. Dr. Karin Kulow, Arabistin und Islamwissenschaftlerin, Berlin
Wiltrud Rösch-­‐Metzler, pax christi Bundesvorsitzende, Berlin
Prof. Dr. Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt, Mainz
Prof. Dr. Udo Steinbach, Islamwissenschaftler, Gründungsdirektor GIGA Institut für Nahoststudien,  Berlin
Peter Röhrig, ehemaliger Landesdirektor DED in Ramallah, EZ-­‐Berater, Berlin     
Dr. Reiner Bernstein, Historiker, Publizist, Genfer Initiative Deutschland, München Judith Bernstein, Jüdisch-­‐Palästinensische Dialoggruppe, München
Dr. René Wildangel, Leiter Palästina/Jordanien-­‐Büro Heinrich-­‐Böll-­‐Stiftung, Ramallah Dr. Bahman Nirumand, Journalist und Autor, Berlin
Wolfgang Schmidt, Propst, Jerusalem
Dr. Gerhard Fulda, Botschafter a.D., Vizepräsident der Deutsch-­‐Arabischen Gesellschaft
Almut Hoffmann, ZFD-­‐Koordinatorin Weltfriedensdienst e.V., Bethlehem
Riad Othman, Leiter des Palästina/Israel Büros von medico International, Ramallah
Prof. Dr. Werner Ruf, Politikwissenschaftler, Friedensforscher und Soziologe, Edermünde
Dr. Michael Lüders, Islamwissenschaftler, Politik-­‐ u. Wirtschaftsberater, Publizist/ Autor, Berlin
Loay Mudhoon, Redaktionsleitung Qantara.de, Dialog mit der islam. Welt, Deutsche Welle, Bonn
Manuela Römer, Medienberaterin und -­‐trainerin, AnNajah National University, Nablus
Kai Wiedenhöfer, Dokumentarfotograf, Berlin
Dr. Bahman Nirumand, Journalist und Autor, Berlin
Prof. em. Dr. Stefan Wild, Islamwissenschaftler an der Universität Bonn
Dr. Katja Hermann, Islamwissenschaftlerin, Ramallah
Johanna von Toggenburg, Advocacy Coordinator Ewash (The Emergency Water and Sanitation-­‐Hygiene Group), Jerusalem
Tessa Lambrich, Juristin, Ramallah
Jakob Rieken, Politikwissenschaftler, Jerusalem
Thomas König, Agraringenieur und Entwicklungshelfer im Auja-­‐Umweltbildungszentrum, Al Auja/ Jericho, Jordantal
Tsafrir Cohen, medico International, Nahostreferent, Frankfurt Prof. em. Dr. Helmut Mejcher, Hamburg
Dr. Marianne Schmidt-­‐Dumont, Hamburg
Christian Sterzing, ehem. MdB und ehem. Leiter des Palästina-­‐Büros der Heinrich-­‐Böll-­‐ Stiftung,  Autor/Publizist,  Edenkoben
Dr. Stephan Rosiny, GIGA Institut für Nahoststudien, Hamburg Thimna Bunte, Friedens-­‐ und Konfliktforscherin, Bethlehem Kerstin Gollembiewski, seit 2008 in der Menschenrechts-­‐ und Konflikttransformationsarbeit in den besetzten Gebieten und Israel tätig
Prof. Dr. Andreas Kaplony, Arabist und Islamwissenschafter, Ludwig-­‐Maximilians-­‐ Universität  München
Dr. André Bank, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GIGA Institut für Nahost-­‐Studien, Hamburg
Prof. Dr. Mohssen Massarrat, i. R., Universität Osnabrück
Dr. Anja Zorob, Islam-­‐ und Wirtschaftswissenschaftlerin, Bochum Clemens Messerschmid, Hydrogeologe, Ramallah
Prof. Dr. Arshin Adib-­‐Moghaddam, Professor in Global Thought and Comparative Philosophies, School of Oriental and African Studies (SOAS)
Stefan Wagler, Psychologe und ZFD-­‐Fachkraft für den Weltfriedensdienst e.V., Bethlehem
Prof. Dr. Mustafa Gencer, Historiker an der Abant İzzet Baysal Universität, Bolu Türkei
Prof. Dr. med. Günter H. Seidler, Leiter Sektion Psychotraumatologie, Med. Fak. der Universität  Heidelberg
Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin
Dr. Thomas K. Gugler, Exzellenzcluster "Religion und Politik", Zentrum für Islamische Theologie, WWU Münster
Dr. Sonja Hegasy, stellv. Leiterin des Zentrums Moderner Orient (ZMO), Berlin
Dr. Mohammad Gharaibeh, Islamwissenschaftler, Wissenschaftlicher Koordinator des Annemarie Schimmel Kolleg, Uni-­‐Bonn
Nirit Sommerfeld, Schauspielerin / Israel-­‐Palästina-­‐Reisen, München
Jörn Böhme, ehem. Leiter des Israel-­‐Büros der Heinrich Böll Stiftung
Petra Salz, Betriebswirtin und Therapeutin, Silwan/ Ost-­‐Jerusalem
Dr. Ludwig Watzal, Journalist und Redakteur, Bonn
Ali Fathollah-­‐Nejad, Research Fellow, Deutsches Orient-­‐Institut, Berlin
Gesa Heym-­‐Halayqa, International Office, Freie Universität Berlin
Dr. Ulrike Stehli-­‐Werbeck, Dozentin für Arabistik, Universität Münster/Universität Basel
Anna-­‐Esther Younes, Akademikerin, Berlin/ Genf IHEID
Svenja Oberender, Programmkoordinatorin, Heinrich-­‐Böll-­‐Stiftung, Ramallah
Alia Rayyan,  Direktorin, Al-­‐Hoash Gallerie, Jerusalem
Joachim Paul, ehem. Leiter des Palästina-­‐Büros der Heinrich-­‐Böll-­‐Stiftung, Tunis
Petra Schöning, Politikwissenschaftlerin, Köln    
Dr. Bassam Helou, DAG-­‐Vorstandsmitglied, St. Goar
Bernhard Hillenkamp, Berater/ Referent Nahost im forumZFD, langjähriger KZE für medico International BMZ-­‐Projekt in Gaza
Dr. Fritz Balke, stellv. Vorsitzender Nahost-­‐Forum e.V., Berlin
Nora Lafi, Historikerin am Zentrum Moderner Orient in Berlin
Ali Fathollah-­‐Nejad, Doktorand, School of Oriental and African Studies (SOAS), Berlin
Miriam Shabafrouz, Politikwissenschaftlerin, Frankfurt
Dr. des. Luay Radhan, Islamwissenschaftler, Heidelberg Dr. Sophia Hoffmann, freiberufliche Beraterin, Berlin
Elhakam Sukhni, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamische Theoogie, Universität  Osnabrück
Iris Hefets, Psychotherapeutin, Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahost, Berlin
Robert Jesse, Islamwissenschaftler, Development Advisor in Palästina
Dr. Lisa Franke, Arabistin/Islamwissenschaftlerin, Univ. zu Köln
Katharina Kretzschmar, Doktorandin Geschichte, Technische Universität Berlin
Charlotte Joppien, Department of Anthropology, Macquarie University Sydney
Neda Noraie-­‐Kia, Politikwissenschaftlerin, Berlin
Shelley Harten, Doktorandin, Freie Universität Berlin, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes
Dr. Ahmed Badawi, Direktor, Transform e.V. -­‐  Zentrum für Konfliktbearbeitung und politische  Entwicklung,  Berlin
Michaela Birk, Geschäftsführerin, Transform e.V. -­‐  Zentrum für Konfliktbearbeitung und politische  Entwicklung,  Berlin
Angelika Vetter, Vorsitzende Institut für Palästinakunde e.V. Bonn
Nadine Schnelzer, Nahostwissenschaftlerin und Übersetzerin, Erlangen Sarah Albrecht, Islamwissenschaftlerin, Freie Universität Berlin
Jochi Weil-­‐Goldstein, ehemaliger Projektverantwortlicher für Palästina und Israel bei medico international schweiz, Zürich
Dr. Gerlinde Wunder, Gerontologin, Ramallah
Dr. Stephan Milich, Arabist und Übersetzer, Universität zu Köln
Hermann Kuntz, Pfarrer, zahreiche Gruppenleitungen nach Israel/Palästina, Jerusalemsverein
Dr. Viktoria Waltz, ehem. Partnerschaftsbeauftragte TU Dortmund/ Birzeit University, ehem. Regierungsberaterein beim MOH, Ministry of Housing Gaza/Ramallah
Anna-­‐Lena Punken, Politikwissenschaftlerin, Hamburg
Tanya Ury, Künstlerin, Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Köln
Lerke Scholing, Dipl. Pädagogin, Lehrauftrag an der Universität Lüneburg zum Nahostkonflikt
Martin Forberg, Dozent, Mitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte, Berlin
Eva Johais, Politikwissenschaftlerin, Universität Duisburg-­‐Essen
Dr. Jochim Varchmin, Jüdisch-­‐Palästinensische Dialoggruppe München, AK Nahost Berlin
Lothar Heusohn, Diplomsoziologe, Ulmer Volkshochschule
Galit Altshuler, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
Ali Memari Fard, Vorstandsmitglied der DAG, Dessau-­‐Roßlau
Fionn Harnischfeger, Politikwissenschaftler, München     
Prokop Bowtromiuk, freischaffender Redakteur

9. Juli 2014
Mit Bestürzung nehmen wir die jüngste militärische Zuspitzung zwischen Israel und den Palästinensern nach den abscheulichen Morden an jungen Menschen beider Seiten zur Kenntnis. Statt den Tod der drei jüdischen Bürger aufzuklären und die bislang unbekannten Täter vor Gericht zu stellen, nutzte die israelische Regierung ihn als Vorwand für einen neuerlichen Feldzug gegen die seit Jahrzehnten drangsalierte Bevölkerung des Gazastreifens. Der Hamas militärisch haushoch überlegen, will sie mit ihren massiven Luftangriffen und einem möglichen Einmarsch vor allem die innerpalästinensische Einigung sowie das zunehmende internationale Drängen auf eine lange überfällige Friedenslösung – einschließlich der intensiven Bemühungen von US-Außenminister Kerry - torpedieren, den völkerrechtswidrigen Besatzungs- und Unterdrückungsstatus erhalten.


Die Mitglieder des Nahost-Forums lehnen die provozierten Angriffe mit selbst gebauten Flugkörpern aus dem Gaza-Streifen ab, die israelische Zivilisten in die Luftschutzbunker zwingen. Sie verurteilen zugleich die wiederkehrende massierte Anwendung von Präzisionswaffen gegen die palästinensische Bevölkerung dort, die mangels jeglicher Schutzeinrichtungen diesen Attacken hilflos ausgesetzt ist. Wie in der Vergangenheit so oft, spricht auch diesmal die Zahl der Opfer ihre eigene, eindeutige Sprache.


Die Bundesregierung fordern wir auf, im EU-Rahmen und im direkten Dialog mit der Netanjahu-Regierung auf eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen hinzuwirken und endlich effiziente Maßnahmen zu ergreifen, die die Bereitschaft zu einer friedlichen Konfliktlösung seitens Israels erhöhen.

Der Vorstand

 

12.01. 2014

Sehr geehrter Herr Außenminister Steinmeier,

die Medien berichten, dass Sie zur Beisetzung des ehemaligen israelischen Außenministers Sharon nach Israel reisen. Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes finden sich Ihre würdigenden Worte für den Verstorbenen als „unermüdlicher Verteidiger seines geliebten Heimatlandes“.

Vermisst haben wir in diesem Statement eine Verknüpfung zu der selbst von offiziellen israelischen Stellen festgestellten Verwicklung Sharons in massive Kriegsverbrechen während der Besetzung des südlichen Libanon in 1982 sowie einen Hinweis auf sein beständiges Streben, den von der deutschen Bundesregierung erklärtermaßen unterstützten Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern durch eine ausgesprochen aggressive Siedlungspolitik in palästinensischen Gebieten zu untergraben.

Außenpolitische Erfordernisse mögen verlangen, dass Deutschland bei der Trauerveranstaltung protokollarisch angemessen vertreten ist. Wir bitten Sie jedoch Sorge zu tragen, dass nicht durch Würdigungen, die die im AA ansonsten in der Regel bemühte Ausgeglichenheit vermissen lassen, das deutsche Ansehen als seriöser Partner nicht nur in der arabischen und islamischen Welt beeinträchtigt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Mauersberger
Vorstandsvorsitzender des Nahostforum e. V.
Botschafter a. D.